. elster damage

. hoi gaby, die farbe der revolte ist türkis. nach der absage der unangemeldeten
. freiraum-demo für andere bedingungen in griechenland, kam es an mehreren
. orten in leipzig zu sachbeschädigungen, etwa der schändung der elster-passage,
. einem einkaufszentrum in plagwitz, samt deutscher bank. hallo merbitz.
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11 Antworten auf “. elster damage”


  1. 1 N. 03. März 2013 um 16:32 Uhr

    Freiheit wird erkämpft!

    Für Samstag den 02.03. wird zu einer Freiraum-Demonstration ausgehend vom Leipziger Marktplatz aufgerufen. Anlass sind die gegenwärtigen Ereignisse in Griechenland. Unsere Solidarität gilt den Kämpfenden gegen die jüngsten Zumutungen des kapitalistischen Krisenregimes, insbesondere den libertären Strukturen und den Orten des Widerstands. Am Ende des Artikels dokumentieren wir zwei der Aufrufe zur Demonstration.
    Griechenland ist überall

    Es gibt keinen Grund, die griechischen Zustände, als eine Besonderheit anzusehen, zu der sie durch die Schuldzuweisung an die Bevölkerungen einzelner Nationen gemacht werden. Die Rede von den faulen Griechen dient gerade nur dazu, die Erzählungen von der Krise in die Erzählung um nationale Konkurrenz einzuordnen, deren einschüchternden Wirkung auch die restlichen Lohabhängigen Europas treffen soll. Jenseits der politischen Stabilität, die diese Erklärungen bieten sollen, sind sie als das zu entpuppen, was sie sind: Erzählungen des Kapitals. Denn in dessen Augen sind all jene „faule Griechen“, die nicht noch effizienter arbeiten und wirtschaften.

    Genauso gibt es auch die Geschichte abseits kapitalistischer Verhältnisse. Die Freiräume, von denen hier im speziellen gesprochen wird existieren nicht nur in Griechenland. Sie werden seit Jahrzehnten immer wieder neu erkämpft und verteidigt. Auch diesen Kämpfen und ihren aktuellsten Beispielen ist diese Demonstration gewidmet.

    Ob IvI, ZAD oder sonstwo: WIR BLEIBEN ALLE!

    Nichtangemeldete Demonstration

    Bei der Organisation der Demonstration wurde sich dafür entschieden, diese nicht anzumelden. Die jüngsten Bemühungen in einigen Bundesländern durch das Abwälzen sämtlicher Kosten und Risiken einer Veranstaltung auf die AnmelderInnen die Versammlungsfreiheit zu untergraben zeigt in welche Richtung bereits der status quo weist. Versammlungs- und Redefreiheit brauchen keine Genehmigung, sie sind erkämpfte Rechte.
    Warum sollten wir uns mit der Anmeldung den repressiven Einrichtungen des Staates unterwerfen. ums uns letzten Endes zu einer kontrollierbaren Größe machen zu lassen? Warum sollten wir mit denen kooperieren, die uns angreifen und einengen wo sie können? Ebenso wie bezüglich des Rechts auf Raum zum Wohnen und Leben gilt: Wir geben uns nicht länger mit dem zufrieden, was uns von Amt oder Markt zugewiesen wird.

    Für den Ablauf der Demo heißt dies natürlich, dass vieles ungewisser ist als sonst. Zu den möglichen Szenarien gehört auch, dass die Bullen uns versuchen könnten zu kesseln oder den Marktplatz zu verstellen. Wir werden trotzdem laufen. Bereitet Euch gut mit Euren Freund*innen und Genoss*innen vor und sprecht die Situationen durch.
    Dabei sind wir nicht an einer Eskalation interessiert, sondern wollen unserem Anliegen Ausdruck verleihen. Seien wir dabei entschlossen und solidarisch!

    Sollte es zu Übergriffen seitens der Bullen kommen, meldet euch beim EA: 0341/2119313.
    Auf der Seite des EA Leipzig findet Ihr viele nützliche Infos zu Verhalten auf Demos und in Gewahrsam: http://antirepression.noblogs.org/ea/.

    Kein Friede mit diesen Verhältnissen!
    Sabotieren! Organisieren! Besetzen!

    In den letzten Monaten wurden in Griechenland eine Vielzahl besetzter Häuser und anarchistischer Strukturen angegriffen, darunter Orte, die seit Jahrzehnten, seit der Militärdiktatur, als Inseln relativer Autonomie dienten. Orte, an denen es möglich war, sich dem Gefühl der Bedrohung zu entziehen, das nicht nur mit dem Blick auf die Vergangenheit in jedem Windel der kapitalistischen Normalität lauert.

    Griechenland steht hierbei nur exemplarisch. Wer Angst vor einem immer repressiver agierenden Staatsapparat, vor dem Aufschwung einer neuen Ultrarechten, vor der Vernichtung jeglicher sozialer Sicherungssysteme, vor der Verurteilung einzelner für die alles durchdringende Katastrophe, die sich Kapitalismus nennt, nicht teilt, diejenigen werden sich auch mit Demonstrationen nicht überzeugen lassen. Entweder gehören sie zu jenen, für die Weltgeschehen – und sei es auch nur in Form ihrer eigenen langweiligen bürgerlichen Realität – schon immer in einem blinden Fleck lag, oder sie haben sich ganz bewusst auf jene Seite gestellt, die wir so entschieden bekämpfen werden.

    Wir haben lange genug dafür demonstriert, dass sich an den Ursachen dieser Krise etwas ändert – lange bevor die Krise hierzulande zum medialen Spektakel gemacht wurde. Wir haben die Hoffnung aufgegeben, dass sich im Rahmen dieser Gesellschaft irgendetwas langfristig zum Besseren wenden kann. Wir haben gelernt, dass wir Orte brauchen, an denen wir nicht an Herrschende appellieren müssen indem wir Petitionen verfassen und mit Abgeordneten diskutieren. Orte , an denen wir unsere Geschichte selbst und aus freien Stücken machen. So sehr dies einen Kampf gegen uns selbst voraussetzt, gegen alles zu dem man uns von klein auf gemacht hat, so sehr viel hoffnungsvoller gehen wir an diesen Orten mit uns selbst und allen anderen um.

    Kein Wunder, dass es diese Orte sind, die für die Koalition aus Bullen Faschisten und all jenen, die deren Aufgabe am Schreibtisch erledigen, am gefährlichsten erscheinen. die Besetzungen sind nicht nur ein unvermittelter Angriff auf das Privateigentum als Grundgerüst ihres ganzen Wesens, sie sind auch die Realität ihres Alptraumes, dass sich nicht immer etwas dem Wahn nach der völligen Sicherheit, der völlig geplanten, normierten und kontrollierten Existenz entzieht.

    Diese Demonstration soll in dem Sinne etwas anderes bedeuten, als sie sich in erster Linie an uns selbst richtet. An unsere eigene Lethargie und Überheblichkeit. Sie ist keine Demonstration der Solidarität, sondern ein Aufruf zur Solidarität oder besser: Zur Auseinandersetzung damit, was Solidarität abseits von der Freizeitaktivität, die wir Politik nennen überhaupt bedeuten kann.

    Und die Beispiele derer, die den herrschenden Zuständen den Kampf angesagt haben, die wirklich gegen diese Zustände sind, weil sie ihre eigene Existenz, ihre eigene Identität und ihre Solidarität und nicht nur eine Fahne in den Sturm der alltäglichen Zurichtung halten, die Zahl derer wächst zusehentlich. Frauen, die ihr Leben lang klein gemacht wurden, tragen die Proteste gegen islamische Autokratien auf die Straße. Rentner_innen und Kleinfamilien besetzten kollektiv Häuser. Aus zerknüppelten Platzbesetzungen werden Initiativen zur Aneignung sozialer Zentren. Zwangsräumungen werden massenhaft verhindert. Krankenhäuser und Fabriken gehen zur Selbstverwaltung über…

    Heute ist nicht der Zeitpunkt, um viel mehr zu sagen. Finger weg von unseren Häusern, Finger weg von uns. Kein Angriff wird unbeantwortet bleiben. Keines eurer Unternehmen wird mehr schwarze Zahlen schreiben. Schwarz sehen wir für die Versuche von so vielen, hier irgendetwas schön zu reden. Schwarz sehen wir für euer Bild der Zukunft.

    Die Demo ist nicht angemeldet. Passt auf Euch auf.

    Solidaritätsdemonstration für Freiräume in Griechenland und überall!

    Um die menschenfeindliche Sparpolitik der EU mit ihren Lohn- und Rentenkürzungen, Privatisierung und dem Abbau staatlicher Sozialleistungen durchzusetzen, greift die griechische Regierung auf nackte Gewalt zurück. Zusammen mit den neonazistischen Bürgerwehren, deren Zentrum die Partei Goldene Morgenröte bildet, geht die Polizei gegen Migrant*innen vor und gegen alle Menschen, die sich zur Wehr setzen. Im Kontext der repressiven Gesetzesverschärfungen und der Faschisierung der Gesellschaft stehen auch die Räumungen und Angriffe der Bullen auf die besetzten Häuser Villa Amalias, Skaramangá oder Léla Karagiánnis, bei denen es insgesamt über 100 Festnahmen gab. Sie sind der Beginn eines polizeilichen Generalplans schnellstmöglich 40 Häuser zu räumen, um die sozialen Zentren, besetzten Treffpunkte und Häuser, freien Radiostationen, Druckereien, Infoläden – also die Infrastruktur der autonom-anarchistischen Bewegung – zu zerschlagen. Sie werden der regierungstreuen bürgerlichen Presse als „Zentren der Gesetzlosigkeit“ diffamiert und kriminalisiert, was die Menschen von den Zentren des Widerstandes gegen Repression, Faschismus und Sparpolitik fernhalten soll. Denn in vielen besetzten
    Freiräumen in Griechenland sowie anderswo wird ein politischer Gegenvorschlag zu den herrschenden Verhältnissen in die Tat umgesetzt. Das Ziel einer anderen Gesellschaft nimmt dort im hier und jetzt Gestalt an, in Form von Selbstorganisation, Selbstverwaltung und kollektiver Entscheidungsfindung. Gerade in der Krise finden diese Projekte auch über die „Szene“ hinaus Anklang und stärkere Beteiligung als Form praktischer Selbsthilfe. Diese anarchistische Organisationsform der Freiräume ist oft Ausgangspunkt für entschiedenen Widerstand gegen die staatliche Politik und den Klassenkampf von oben. Deswegen sind sie den Repressionsbehörden ein Dorn im Auge. Es ist immer ein Angriff auf uns alle, unsere Freiräume und solidarischen Lebensweisen.

    Freiheit wird nicht erbettelt, sondern erkämpft.

    Solidarität mit den Freiräumen in Griechenland und überall!
    Für die soziale Revolution weltweit!

  2. 2 tee 04. März 2013 um 17:16 Uhr

    Berechtigte Frage heute:

    Was sagt eigentlich die Deutsche Bank dazu?

    Übrigens ist „Schändung“ m.E. nicht der beste Terminus für eine simple Sachbeschädigung, die niemanden weiter kratzt.

  3. 3 BRD-Spast 05. März 2013 um 9:01 Uhr

    oh ja, damit ist griechenland geholfen.
    banken wollen kontrolle und durch solche aktionen bekommen sie diese auch.

  4. 4 N. 05. März 2013 um 14:46 Uhr

    eine stellungnahme von der deutschen bank dazu einzuholen erwarte ich
    eigentlich von dem leipziger leitmedium, der lvz
    http://www.lvz-online.de/leipzig/polizeiticker/polizeiticker-leipzig/autonome-randalieren-in-leipzig-brennende-autos-und-farbanschlaege-auf-bankfilialen/r-polizeiticker-leipzig-a-177374.html

    journalismus ist zu schreiben, was andere nicht schreiben wollen.
    alles andere ist öffentlichkeitsarbeit.

  5. 5 tee 05. März 2013 um 19:30 Uhr

    Du unverbesserlicher Idealist. Die LVZ, haha.

    Die Person meinte auch keine Stellungnahme, sondern was die Deutsche Bank wirklich dazu sagt, also inwiefern die ihre Praktiken davon beeinflussen lassen.

  6. 6 Finni 10. März 2013 um 3:01 Uhr

    Soweit ich weiß, handelt es sich dabei auch nur um einen Automaten der DB und nicht um eine Filiale, wie sich ggf aus deinem Artikel interpretieren lässt. Da kümmerts die vll sogar noch weniger.

  7. 7 N. 14. März 2013 um 12:18 Uhr

    der automat ist immernoch unbenutzbar.
    um die kaufkraft zu drücken wie in griechenland, müsste man die automaten
    der sparkasse und volksbank ringsum auch ausser betrieb setzen

    automaten in plagwitz
    http://www2.dasoertliche.de/Controller?form_name=search_cash_dispenser&context=18&radius=0&buab=34100091%2C34298096&page=119&zvo_ok=1&ci=Leipzig&zgb=0&book=2288&image=Finden&st=plagwitz&action=43&buc=2288

  8. 8 hhh 14. März 2013 um 19:12 Uhr

    ich kofe eh nur online.

  9. 9 tee 20. März 2013 um 0:31 Uhr

    „um die kaufkraft zu drücken wie in griechenland“

    wollen die autonomen hierzulande die menschen also genauso zum sparen zwingen wie merkel & co die griechen?! um den euro zu retten, oder was? verrückte welt.

  10. 10 justus 20. März 2013 um 19:09 Uhr

    @ gaby: Muss ich tee leider zustimmen. Deine politischen Äußerungen entbehren nicht einer gewissen Wirrniss.

    @ BRD-Spast: Du hast dich da verschrieben. Das Wort „Juden“ fängt nicht mit „Ba“ an. Und in der Mitte muss ein d hin, nicht n und k. Aber dranbleiben – beim nächsten Mal klappt das!

  11. 11 N. 23. März 2013 um 0:20 Uhr

    ich versuche diese strassenkunst als politische praxis zu lesen.
    viele aktionen sind rein symbolisch, einige haben aber potenzial
    zur massenhaften anwendung zur veränderung der gesellschaft.

    im digitalzeitalter ist ein cash overkill wohl nur symbolhaft, aber
    die masse der bürger hat furchtbare angst vor bankomaten sperre.

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