. streetart vs stadtmarketing

. während künstlerInnen ihre erfahrungen und geschichten von der straße in form
. von literarischen und grafischen beiträgen verarbeiten, machen forscherInnen
. aus verschiedenen disziplinen in form von essays dieses popkulturelle phänomen
. vor seinem gesellschaftlichen, politischen, historischen und kulturellen kontext
. für außenstehende verständlich.
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. die zwei seiten der publi-city :
. street Art, stadtpolitik und stadtmarketing im postfordismus
. vortrag & gespräch
. mit katrin klitzke (HH) & christian schmidt (L)
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. do, 17.11.2011 – 20 Uhr, kapitaldruck buchhandlung
.
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. buchhandlung & café kapitaldruck , roßplatz 11 , leipzig


1 Antwort auf “. streetart vs stadtmarketing”


  1. 1 N. 14. November 2011 um 3:14 Uhr

    Anfang des neuen Jahrtausends gesellten sich zu den bereits bekannten Graffiti der Writer-Szene neue künstlerische Ausdrucksformen an den Wänden der europäischen Metropolen. Diese Installationen, Cut- Outs, Skulpturen, Posters, Stickers und Stencil Graffiti wurden bald unter dem Namen “Street Art” bekannt.
    Ein enormer medialer Hype um diese neuartige Kunstform setzte daraufhin ein. Unzählige Zeitungsartikel, Fernsehreportagen und Bildbände versuchen bis heute, einen Mehrwert aus der Beschäftigung mit dem Phänomen zu schlagen. Nicht selten befeuern sie die mediale Verwertung immer wieder selbst, indem sie Street Art mit Etiketten wie “subversiv”, “rebellisch” oder gar “widerständig” belegen. Etiketten, die nicht selten über die Oberflächlichkeit der Auseinandersetzung mit diesem Phänomen hinwegzutäuschen versuchen und kaum analytische Tiefe besitzen.
    Sieht man genauer hin, so ergibt sich ein anderer und differenzierter Blick auf das subversive und widerständige Potenzial von Street Art. Im Verhältnis zur herrschenden urbanen Politik und Ökonomie wird sie bisweilen sogar zum Agenten von Ausgrenzungsprozessen und Marketingmaßnahmen. Auf dieses Verhältnis blicken Katrin Klitzke und Christian Schmidt in ihrem Vortrag aus verschiedenen Richtungen und kommen so zu einer Neubewertung des politischen Gehalts von Street Art.
    Mit dem Buch “Street Art. Legenden zur Straße”, im August 2009 erschienen im Verlag vom Archiv der Jugendkulturen, wollen die beiden HerausgeberInnen Katrin Klitzke und Christian Schmidt der oberflächlichen Betrachtung dieser urbanen Kunstform entgegensteuern. Sie plädieren für eine differenzierte und multiperspektivische Betrachtung von Street Art. Ihr Buch versammelt künstlerisch- literarische Beiträge von Street Artists und analytische Essays junger WissenschaftlerInnen und bietet so “Legenden” in einem doppelten Sinne: Als Erzählungen von der Straße und als Erklärungsangebote für die Straße.
    Mit freundlichem Gruß René Pölzing

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