Archiv für Juni 2011

. manchmal auch anders

. tenki noyoi, hi gaby. einer unserer lieblings grafiker rene rogge stellt aus
. im kaffee schwarz. comics, bilder, renerogge.com

. vernissage 10.06. 19.00 kaffee schwarz
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. ausstellung
. 10.06.-10.07.2011 kaffee schwarz
. georg-schwarz-str.56 , leipzig lindenau
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. überschneidungen und differenzen

. graffiti, streetart, schablonengraffiti: überschneidungen und differenzen“
. tagung vom 17. bis 18. juni 2011

Eine Vielzahl an visuellen Objekten prägen das Bild der Städte. Neben rechtmäßig angebrachten Schildern, Hinweisen oder Werbetafeln lassen sich ebenso illegale Motive in Gestalt von Graffiti und/oder Street Art auf der städtischen Oberfläche finden. Forschungen dazu versuchen, diese Phänomene und die Produzenten dahinter zu verstehen. Mit der Zunahme der verschiedenartigen Graffitiformen ist aber auch eine stärkere Heterogenität in der Forschung selbst zu beobachten. Infolgedessen entstehen zwar vielfältige Erkenntnisse über Graffiti und Street Art, wobei Gemeinsamkeiten und Differenzen der verschiedenen Graffitiformen dabei jedoch bislang nur in unzureichendem Maße Berücksichtigung.

Mit der Tagung sind daher mehrere Ziele und Ansprüche verbunden. Erstens sollen anhand der Erkenntnisse aus kürzlich abgeschlossenen oder laufenden Studien die bestehenden Argumente und Thesen auf den Prüfstand gestellt werden. Die Forschenden sollen die Gelegenheit erhalten, sich über offene Widersprüche direkt auszutauschen, den aktuellen Forschungsstand zu reflektieren und sich darüber zu vernetzen, um schließlich die Forschung über Graffitiformen voranzubringen. Dazu gehört zweitens, neue Klassifikationen zu diskutieren, wo die Forschungen zu Graffiti im Kontext von Jugendkulturen, zur Trauerbewältigung, als politische Aktionen oder als Street Art bestehende Unterscheidungen verwischen. Auf diese Weise soll drittens nicht nur ein widersprüchlich wahrgenommenes Phänomen der Öffentlichkeit näher gebracht, sondern insbesondere auch die expressive Diversität der Graffitiformen und ihre Erweiterung der öffentlichen Kommunikation in den Mittelpunkt gerückt werden. Den Schablonengraffiti wird dabei viertens eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet, da sie zuvor eher als Randnotizen oder als Subsumptionen von Graffiti bzw. Street Art behandelt wurden.

. vorherige anmeldung : forschungsgruppe-soziales.de/graffiti-street-art
. veranstaltungsort: cammerspiele leipzig e.v.
. kochstraße 132, 04277 leipzig-connewitz
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. programm :

# Freitag, den 17. Juni 2011

Panel I: Klassifikationen und theoretische Bestimmungen

Hagen Schölzel (Leipzig): Kommunikationsguerilla und Graffiti

Marcel Heinz (Rottenburg): StreetArt – Urbane Bilderbewegung aus
handlungstheoretischer Perspektive

Panel II: Graffiti und Street Art in der Praxis

Gisela Theising (Hannover): Graffiti im pädagogischen Prozess

Jorinde Reznikoff und Klaus-Peter Flügel (Hamburg): Miss.Tic: „Einfach werden ist kompliziert“
– Aspekte der Entwicklung der Street-Art skizziert am Beispiel der Pariser Künstlerin

Lutz Hieber (Hannover): Graffiti und die Kunstwelt

# Samstag, den 18. Juni 2011

Panel III: Graffiti und staatliche Intervention

Stefanie Wolpert (Hamburg): Graffiti. Wandel durch eine neue Gesetzgebung?

Dennis Beyer (Berlin): Der Denkmalwert von Illegalität – Streetart als visuelle Erinnerungskultur

Panel IV: Schablonengraffiti

Kilian Riebes (Berlin): Politische Stencil-Graffiti als Teil von Gegenöffentlichkeit

Axel Philipps (Hannover) und Ralph Richter (Darmstadt): Schablonengraffiti –
Räumliche Präsenz, Wandel und Praxis des Sprayens

Panel V: Street Art als Gegenbewegung

Fabian Siekermann (Konstanz): ‚Semiotic guerilla warfare‘ – Street-Art als semiotische Strategie

Ulrich Blanché (London): Street Art, Politik und Kommerz am Beispiel von Banksy u.a.

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